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MPU - Medizinisch-Psychologische Untersuchung

Die Fahrerlaubnisbehörde kann eine MPU verlangen,

wenn nach Entziehung der Fahrerlaubnis der Bewerber einen Antrag auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis beantragt oder

wenn die Behörde Grund zur Annahme hat, dass der Fahrerlaubnisinhaber charakterlich, geistig oder körperlich nicht mehr in der Lage ist ein Kraftfahrzeug zu führen oder bei anderen Auffälligkeiten im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr oder zu anderen Entscheidungen, die den Straßenverkehr betreffen.

 

Hilfe!!! Ich muss zur MPU - Was kann ich tun ?

Sich gegen eine MPU „zu wehren“ ist sehr schwierig, nahezu aussichtslos. Wenn Ihnen aber Ihr Fall merkwürdig vorkommen sollte, können wir Ihnen einen kompetenten Rechtsanwalt vermitteln. Unsere Partnerkanzlei prüft gerne Ihren Fall und legt in Absprache mit Ihnen eventuelle Rechtsmittel ein. Bemühen Sie sich aber bitte umgehend! Denn nach Verstreichen der Fristen haben Sie keine Möglichkeiten mehr. Wenn Sie rechtsschutzversichert sind, dann könnten diese Leistungen sogar von Ihrer Rechtsschutzversicherung getragen werden!!!

 

Vorurteile über die MPU

Es gibt eine Vielzahl von Unwahrheiten über die MPU. Das größte Vorurteil ist, dass die MPU ein „Idiotentest“ ist. Jede Begutachtungsstelle für Fahreignung muss sich an die Begutachtungsleitlinien für Kraftfahreignung halten. Außerdem haben die Begutachtungsstellen eine Aufsichtsbehörde. Diese ist das Bundesamt für Straßenwesen.

 

Ablauf einer MPU

Die Medizinisch-Psychologische-Untersuchung gliedert sich in drei Teile.

 

Die medizinische Untersuchung

Zunächst wird bei der Begutachtungsstelle für Fahreignung geprüft ob der Klient aus medizinischer Sicht „fit“ ist. Wenn eine MPU wegen Alkohol- oder Drogendelikten angeordnet wurde, wird vor Ort geprüft ob die notwendigen Werte in Ordnung sind. Manchmal kann es sein, dass bestimmte Medikamente dafür sorgen, dass einige Werte sich verschieben. Von daher ist es unbedingt notwendig, dass allerhand Unterlagen von entsprechenden Ärzten vorgelegt werden, so dass sich bestimmte Werte erklären lassen.

Außerdem müssen bei Alkohol- und/oder Drogenauffälligkeiten Abstinenznachweise vorlegen. Dafür gibt es unterschiedliche Varianten. Diese unterscheiden sich von Art und Dauer der Nachweise. ACHTUNG: Leberwerte vom Hausarzt reichen auf keinen Fall aus! Die Nachweise müssen von einem speziell akkreditierten Labor sein. Unser Partnerlabor ist selbstverständlich akkreditiert, deren Abstinenznachweise werden von allen Begutachtungsstellen für Fahreignung anerkannt.

 

Der Leistungstest

Der Leistungstest findet an einem speziellen Computertestgerät statt. Es gibt unterschiedliche Tests. Dabei soll herausgefunden werden ob Ausdauer, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsvermögen vorhanden ist.

Wenn der Leistungstest nicht ausreicht, kann die Begutachtungsstelle für Fahreignung eine psychologische Fahrverhaltensbeobachtung als Kompensationsmöglichkeit zur Verfügung stellen. Auch bei der Fahrverhaltensbeobachtung können wir umfangreich vorbereiten und begleiten.

 

Das psychologische Gespräch (Explorationsgespräch)

Im psychologischen Gespräch wird ein erfahrener Gutachter sich mit dem Klienten über seine Delikte unterhalten. Er soll prüfen, ob beim Klienten künftig eine Wiederholung ausgeschlossen werden kann. Es nutzt überhaupt nichts, den Gutachter zu belügen. Durch viele kleine Zwischenfragen werden sich Lügen schnell enttarnen. Es reicht dem Gutachter logischerweise nicht aus, zu „schwören“, dass man künftig nie wieder unter Alkohol oder Drogen fährt, bzw. man künftig im Straßenverkehr „besser aufpasst“ um keine Punkte mehr „zu kassieren“. Vielmehr muss verdeutlicht werden, in wieweit sich das frühere Verhalten geändert hat und wie diese Verhaltensänderung sich positiv auf das künftige Verhalten im Straßenverkehr auswirkt. Dieses Gespräch bestehen viele nicht. Grund dafür ist nicht die angeblich subjektive Einstellung des Gutachters, sondern viel mehr liegt an einer mangelnden Vorbereitung. Bei der Vorbereitung soll sich der Klient keine „Geschichte“ für den Gutachter merken, sondern es muss eine grundlegende Aufarbeitung des damaligen Verhaltens geschehen. Unsere erfahrenen MPU-Berater arbeiten diesen gesamten Bereich mit unseren Klienten auf um ihn optimal aufgearbeitet und somit „vorbereitet“ zur MPU zu schicken.

 

Was kostet eine MPU?

Die Kosten für eine MPU ergeben sich aus der „Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr“ (GebOst).

Aus der Gebührenordnung ergibt sich, dass z.B.

eine MPU wegen Alkoholauffälligkeiten 338 Euro,

die MPU wegen Betäubungsmittelauffälligkeiten 338 Euro,

die MPU wegen zu vielen Punkten 292 Euro kostet.

Bei Mehrfachfragestellungen erhöht sich die Gebühr.



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